Giallo, mein Giallo

Doku-Reihe (In Entwicklung)

 

Krimis in Deutschland gleichen einem Verwaltungsakt.

 

Verfilmte Aktenordner, die jeden Sonntag für Jung und Alt die gute alte Ordnung wiederherstellen. Das es auch sehr anders geht, bewiesen italienische Filmemacher in den 60ern und 70ern mit ihren „Gialli“.

 

Giallo - das waren reißerische Krimis über vermummte Mörder, grauenhafte Morde, schöne Witwen und zerrissene Kommissare. Menschliche Abgründe garniert mit einem augenfälligen Stil, einer entfesselten Kamera, greller Beleuchtung und stilisierter Bildsprache, deren Selbstzweck heute noch unzählige Musikvideos und Filmemacher inspiriert.

 

In GIALLO, MEIN GIALLO möchten wie eine stylische Reise durch die Anatomie dieses Mikrogenres unternehmen:

 

Wer sind die wichtigsten Filme und deren MacherInnen. Was sind Stereotype: Der Kommissario, das Opfer, die geheimnisvolle Millionärin, der Mörder, die Mordwaffe, der schwarze Lederhandschuh! Welchen Einfluss hat Giallo auf die Filmszene von heute (zum Beispiel LUZ auf der Berlinale 2018 oder die Filme von Cattet &Forzani). Warum klingen die Soundtracks als hätten Synthesizer einen Fiebertraum? Was fasziniert heute noch am Giallo- Stil? Und was sagt eigentlich Dominik Graf zu alledem?